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Praxisentwicklung (PE) ist ein kontinuierlicher, systematischer Prozess zur Entwicklung personzentrierter Kulturen in der Gesundheitsversorgung. International ist PE seit Jahrzehnten fest in der Gesundheitsversorgung verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Entsprechend ausdifferenziert sind dort die theoretischen Grundlagen von PE. Ebenso sind zahlreiche Instrumente und Methoden, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen zur Umsetzung von PE-Aktivitäten vorhanden. Auch wenn es in Deutschland vereinzelt Bemühungen zur Umsetzung, Verbreitung und Weiterentwicklung von PE gibt, ist die komplexe Methodologie hierzulande bislang kaum bekannt und verbreitet. Zudem ist bislang unklar, wie die spezifischen Prinzipien und Handlungsstandards der PE gewinnbringend in die deutsche Pflegepraxis eingebracht werden können.

 

ZIELSETZUNG UND AKTIVITÄTEN

Die Sektion Praxisentwicklung ist ein spezialisiertes Arbeitsgremium zur Verankerung von PE als Themenfeld in der DGP. Übergeordnete Ziele der Sektion sind Entwicklung, Stärkung und Ausbau von PE in Deutschland auf der Grundlage international anerkannter methodologischer Standards der PE. Dabei ist die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis zentral. Dieses Ziel wird mit unterschiedlichen Aktivitäten verfolgt:

Wissenschaftlicher Diskurs: Förderung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit spezialisierten Themenfeldern der PE, Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen, Identifikation und Analyse neuer Fragestellungen innerhalb des Fachgebiets, Theorieentwicklung

Weiterentwicklung von Standards und Methoden für PE in Deutschland: Wissenschaftliche Begleitung, Erprobung, (Weiter)entwicklung und Anpassung von Ansätzen, Methoden und Instrumenten der PE an das deutsche Gesundheitswesen, Identifikation und Analyse von Gelingensfaktoren

Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung: Verbreitung des methodologischen Ansatzes der PE in deutschen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie in der pflegewissenschaftlichen Community, Erarbeitung von Positionspapieren, Stellungnahmen usw.

Berufliche Vernetzung und Austausch: Nationale und internationale Vernetzung von PE-Expert:innen, Förderung von – auch interdisziplinärem – fachlichem Austausch

Weiterbildung und Qualifizierung: Verankerung und didaktische Konkretisierung von PE in der hochschulischen und beruflichen Pflegebildung, Organisation von Fortbildungen und Qualifikationsangeboten, Nachwuchsförderung und Mentoring

 

MITGLIEDER (alphabetisch)

Rebekka Clemens, Klinikum Darmstadt GmbH

Doris Eberhardt, Technische Hochschule Deggendorf

Claudia Eckstein, Evangelische Hochschule Ludwigsburg

Andrea Ellermeyer, TUM Klinikum Rechts der Isar München

Irén Horváth, Evangelische Hochschule Dresden

Daniel Keck, Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Gießen

Nadja Nestler, Paracelsus Medizinische Pivatuniversität Salzburg

Julia Oppenländer, Klinikum Ingolstadt

Rebecca Palm, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Yanick-Daniel Scheel, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Michael Schilder, Evangelische Hochschule Darmstadt

Susanne Schuster, Evangelische Hochschule Nürnberg

Janina Wittmann, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Manuela Zimmermann, Akkon Hochschule Berlin

Sibylle Reick, Florence-Nightingale-Krankenhaus Kaiserswerth

Thomas Herget, Klinikum Garmisch-Partenkirchen

 

ARBEITSFORMATE 

  • Jahrestreffen in Präsenz
  • Halbjährliche Online-Treffen
  • Arbeit in thematischen Arbeitsgruppen

 

MITARBEIT IN DER SEKTION

Durch fundierte Sektionsarbeit auf der Grundlage international anerkannter methodologischer Grundlagen der PE möchte die Sektion einen substanziellen fachwissenschaftlichen Beitrag zur Umsetzung und Weiterentwicklung der PE in Deutschland leisten. Hierfür suchen wir Mitglieder, die aufgrund ihrer Expertise – etwa durch einen Arbeitsschwerpunkt in der PE, Lehrtätigkeit, Mitarbeit in PE-Projekten, Qualifikationen im Bereich der PE – aktiv zur theorie- und methodenbasierten Weiterentwicklung des Themenfelds beitragen können.

Möchten Sie Ihre Expertise in die Sektion einbringen?
Bitte bekunden Sie Ihr Interesse in einer Mail an die Sektion und schildern Sie kurz Ihre fachlichen Anknüpfungspunkte zur Praxisentwicklung.

Termine der nächsten Online-Treffen

19.11.2025        15.30-17.00 Uhr

 

Möchten Sie sich orientieren und mehr über Praxisentwicklung erfahren?

Nachwuchsförderung und Wissensverbreitung in der pflegewissenschaftlichen Community sind ein zentrales Anliegen der Sektion. Daher entwickelt die Sektion derzeit eine kostenlose Webinarreihe „Praxisentwicklung als Methodologie verstehen“, die im Oktober 2027 beginnt. Interessierte Personen, die (noch) keine entsprechende Expertise in der Praxisenticklung mitbringen, sind hierzu herzlich eingeladen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit hier veröffentlicht.  

 

  

KONTAKT

Die Sektion Praxisentwicklung wird von einem Sprecherinnen-Tandem aus Hochschule und Praxis vertreten.

Prof. Dr. Doris Eberhardt
Technische Hochschule Deggendorf
E-Mail: doris.eberhardt@th-deg.de

Andrea Ellermeyer, MScN

TUM Klinikum Rechts der Isar München

E-Mail: andrea.ellermeyer@mri.tum.de

 

Kontaktaufnahme zur Sektion Praxisentwicklung

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